Posts mit dem Label Risikomanagement werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Risikomanagement werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 1. August 2020

SchadenSymposium (Immobilien) online 18. &. 19. September 2020

Das Steinbeis Online SchadenSymposium 2020 (September) 
... eine Veranstaltung des Steinbeis Beratungszentrums Werte.Risiken.Schäden
... in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis-Transferzentrum Risikomanagement

Der Link zum vollen Programm:




Montag, 11. Februar 2019

Des-Integriertes Risikomanagement der ISO Normen zu Management / Managementsystemen


Des-Integriertes Risikomanagement ... des-aströs !!!

Was ist los mit dem ISO Risikomanagement?

Die Norm DIN ISO 31000:2018 „Risikomanagement - Leitlinien“ ist ein trauriges Kapitel, genauer ist traurige sieben Kapitel. Formal stellt die Norm keine Anforderung („muss“) an Risikomanagementsysteme, sondern gibt Leitlinien („sollte“) Risikomanagement. Von ISO Managementsystem keine Spur, beschreibt sie zwar (als Leitlinie ???) einen Risikomanagementprozess, welcher aber nicht ISO-typisch einer Regelung nach dem PDCA Konzept unterliegt. Daher kann sie auch nicht als Norm für ein Risikomanagementsystem in eine Norm für Wertemanagementsysteme (z. B. DIN EN ISO 9001:2015) integriert werden. Anforderungen sind etwas völlig anderes als Leitlinien.

Die Norm DIN ISO 9001:2015 „Qualitätsmanagementsysteme - Anforderungen“ enthält von Hause aus ein Integriertes Risikomanagement, welches aber kein vollständiges ISO Managementsystem ist sondern nur ein Fragment eines solchen. Das ist damit belegt, dass die Norm ISO 9001:2015 nicht in allen Kapiteln 5 bis 10 Anforderungen an den Umgang mit oder die Behandlung von Risiken (und Chancen) stellt, was gleichbedeutend ist, dass dieses Fragment eines Risikomanagementsystems nicht dem geregelten Prozess nach dem PDCA Paradigma der ISO folgt.

Die Normen DIN ISO 31000:2018 und DIN EN ISO 9001:2015 sind nicht auf gleicher Augenhöhe. Beide Normen zusammen beschreiben kein Integriertes, sondern ein Des-Integriertes Risikomanagement.

Was kann getan werden?

(i)     Die Norm DIN ISO 9001:2015 mit ein paar wenigen zusätzlichen Anforderungen an den Umgang mit Risiken (und Chancen) aufrüsten, sodass Risikomanagement ein vollständig integriertes vollständiges Risikomanagementsystem wird. Aber nur für den Themenbereich „Qualität“. Der erweiterte Normtext ist dann formal keine ISO Norm mehr. Er enthält aber den Text und die Struktur der Norm DIN ISO 9001:2015.
(ii)    Die Norm DIN ISO 31000:2018 aufrüsten und umbauen zu einer Norm mit Anforderungen an Risikomanagementsysteme. Der Themenbereich kann dann frei gewählt werden. Der erweiterte Normtext ist dann formal keine ISO Norm mehr. Er stammt lediglich vom Text der Norm DIN ISO 31000:2018 ab.
(iii)  Die Anforderungen der Norm DIN ISO 31000:2018 in die Norm DIN ISO 9001:2015 aufnehmen. Damit werden Anforderungen (Managementsystem: ISO 9001) um Leitlinien (Management: ISO 31000) erweitert. Das ist keine saubere Integration, sondern eine unsaubere Erweiterung.

Ein Quick-Fix der ISO ist nicht verfügbar.


Samstag, 19. März 2016

ISO 9001:2015, ISO 31000:2009: Unglückliche ISO Definitionen von Risiko (und Chance)

Definition von Risiko ...

... in ISO 9001:2015
0. Einleitung
0.3 Prozessorientierter Ansatz
0.3.3 Risikobasiertes Denken

(A) „Risiko ist die Wirkung von Ungewissheiten und jede dieser Ungewissheiten kann positive oder negative Auswirkungen haben.“

Definition von Risiko ...

... in DIN E ISO 31000
2. Begriffe
2.1 Risiko

(B) „Risiko ist die Wirkung von Ungewissheit auf Ziele.“ 

Es ist höchst merkwürdig, dass verschiedene ISO Normen verschiedene Definitionen liefern.
Beide Definitionen (A) und (B) sind weder theoretisch fundiert noch praktisch nützlich.

zu (A):
Allein Unsicherheit bewirkt nichts. Unsicherheit löst nur eine unbedingte Beziehung zwischen Ursache und Wirkung in eine durch Unsicherheit bedingte Beziehung auf. Von Ursache ist in dieser Definition keine Rede. Allenfalls deutet diese Definition an, dass Risiko eine "zweiparametrige" Größe mit den Komponenten "Ungewissheit" und "Wirkung" ist.

zu (B):
Ziele sind imaginäre, ausgewählte, zukünftige, vorzugswürdige Zustände, auf die Ungewissheit keine Wirkung hat.

zu (A) und (B):
Ursachen haben durch Ungewissheit bedingte Wirkungen auf Ergebnisse. Ist die Ursache eine Gefahr, gibt es das Risiko einer möglichen negativen Abweichung des Ergebnisses von seinem Ziel. Ist die Ursache eine Gunst, gibt es die Chance einer möglichen positiven Abweichung des Ergebnisses von seinem Ziel.
Lassen wir die Ursache (Gefahr oder Gunst) auf einen Wert wirken, folgen daraus möglicherweise Schaden oder Nutzen bzw. möglicher Verlust oder Gewinn.

Damit sind wir bei einer Definition von Risiko (und Chance) im Bild einer Ursachen-Wirkungs-Beziehung, die durchaus in Normtexten der ISO (z. B. DIN EN ISO IEC 31010) dokumentiert sind. Warum nutzt die ISO nicht ihre eigenen Verfahren?





Donnerstag, 10. Dezember 2015

Bundeskabinett beschließt Aktionsplan Großprojekte - offensichtlich "Neuland"

In den Medien sowie auf der Webseite www.bmvi.de (Zugriff am 9.12.2015) wird Meldung vom 9.12.2015 über ein Papier mit dem Titel

„Aktionsplan der Bundesregierung
Aktionsplan Großprojekte“

verbreitet. Das Dokument - eine schnöde Datei "reformkommission-bau-grossprojekte-aktionsplan.pdf" auf Blanko-Papier (ok, pdf ist kein Papier ...) schreibt u. a. im Abschnitt

Zitat Anfang >>

"3. Risikomanagement und Erfassung vom Risiken im Haushalt"

"- Das Risikomanagement muss projektbezogen gestaltet sein und soll sich an der ISO 31000 und der DIN EN 31010 orientieren."

<< Zitat Ende

Es "muss gestaltet sein" und es "soll sich orientieren" steht da drin. Wenn damit gemeint ist, dass das bei Risikomanagement von Großprojekten mit öffentlicher Beteiligung nicht so war, dann kann ich das durchaus verstehen. Wobei ich mich über die Verbindlichkeit des "muss" und des "soll", was Beides in die Zukunft geht (ohne muss und soll), im Unverbindlichen gelassen verstehe.

Inhalt des Aktionsplans und seine Zusammenhänge des Inhalts mit der Realität bewegen sich auf allerniedrigster und schiefer Ebene. Meine Erasmus- und sonstigen Studenten hätten dafür als Zusammenfassung des ersten von drei Kurstagen Risikomanagement eine Ermahnung bekommen, ab sofort ihren Verstand zu nutzen. Nach meinen Kriterien ist dieser Plan kein Plan.

Ich kann nur hoffen, dass dieses Papier von einer beauftragten Marketing-Agentur geschrieben wurde und nicht von durchaus ehrenwerten Praktikanten oder gar von Beamten im höheren Dienst verfasst wurde. Auf jeden Fall ist es von Laien geschrieben. Es ist bei mir in der irreversiblen Ablage mit unendlicher Kapazität verschwunden.

Es gibt übrigens - wenn es den schon eine Norm sein soll - die Norm DIN EN (IEC) 62189:2013, und die ist näher an Projekten dran als die in diesem Papier zitieren Normen.

"Und er [Petrus] ging hinaus und weinte bitterlich." Lukas 22,62

Dienstag, 8. Dezember 2015

2016 Risikomanagementschulungen mit Vorest AG, Pforzheim

Im Kalenderjahr 2016 halte ich mit dem Veranstalter Vorest AG die folgenden Schulungen zu Risikomanagement:

2016
Vorest S20 Risikomanagementbeauftragter (ISO 31000)




Januar
25, 26, 27

Februar


März
21, 22, 23

April


Mai
23, 24, 25

Juni


Juli
04, 05, 06

August


September


Oktober
10, 11, 12

November


Dezember
12, 13, 14


2016
Vorest S21 Risikomanager (DIN IEC ISO 31010)




Januar
28, 29

Februar


März


April
18, 19

Mai


Juni


Juli
07, 08

August


September


Oktober
13, 14

November


Dezember
15, 16


2016
Vorest S211 Risikomanagement (DIN EN ISO 9001:2015)




Januar


Februar


März
24

April
14

Mai


Juni


Juli
18

August


September


Oktober
06

November


Dezember
02


2016
Vorest S212 Projektrisikomanagement (DIN IEC 62198)




Januar


Februar


März


April
20, 21

Mai


Juni


Juli
14, 15

August


September


Oktober


November
08, 09

Dezember




Bei Fragen können Sie mich gerne kontaktieren.