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Montag, 15. Juni 2015

Risikomanagementsoftware: 6. Workflow I

Die wahrscheinlich größte Unterstützung von Management erfolgt durch Software, welche den Workflow des Managements entsprechend des Managementprozesses vorgibt, insbesondere Entscheidungen anmahnt und Handlungen begleitet. Diese Logistik von Information und Dokumentation - Informationsmanagement und Dokumentenmanagement - kann grundsätzlich vollständig automatisiert (programmiert!) werden. Der geplante Ablauf (programmiert!) des Betriebs des Managementsystems gibt vor (Information) wer (Rolle) wann (Termin) was (Entscheidung / Handlung) tut und registriert (Dokumentation) die Aktivitäten.

Dabei ist z. Zt. noch gängige Praxis, dass der Mensch in bestimmten Rollen Entscheidungen auf der Grundlage von Information über Sachen und Sachverhalte trifft und Handlungen initiiert, die von Menschen in bestimmten Rollen und von Maschinen ausgeführt werden.

(Die Problematik der Entscheidungen durch Mensch oder Maschine wurde in einem vorangegangenen Beitrag angedeutet.)

Dieser Workflow überlagert alle Aktivitäten in einem Managementsystem. 


Montag, 9. März 2015

Risikomanagementsoftware: 2. Konzept vs. Features

Produkte werden häufig über ihre Features und selten über ihre Konzepte beschrieben.
Features sind offensichtlich; Konzepte sind verborgen.
Konzepte sind strategische und innere Merkmale; Features sind operative und äußere Merkmale.
Das gilt alles auch für Risikomanagementsoftware.

Wenn gilt: Form follows Function, dann gilt: Features follow Concept.

Wir unterscheiden das Technik Konzept (die Software) und das Management Konzept (das Managementsystem), sowie Technik Features und Management Features.

Wir sind am Management interessiert.

Die grundsätzlichen Anforderungen an das Management von Risiken legen das Konzept fest. Charakteristische Merkmale des Konzepts können sein: prozessorientiert, integriert, differenziert, unternehmensweit u. v. a. mehr.
Die aufgesetzten Anforderungen an das Management von Risiken fragen nach Features. Charakteristische Merkmale der Features finden sich in: grafischen Berichten, Cockpitdarstellungen, Monte-Carlo Simulationen u. v. a. mehr.

Risikomanagementsoftware steht oder fällt mit dem Konzept.
Risikomanagementsoftware wird mit den Features geschmückt.

Risikomanagementsoftware soll das Risikomanagementsystem im Betrieb unterstützen. Das geht nur, wenn beiden dasselbe Managementkonzept zugrunde legt. Die Software soll das tun, was sie besser kann als der Manager. Die Software soll das tun, was sie darf.






Montag, 22. Juli 2013

Die wichtigen fünf Fragen …

generisch:

1. Was ist ein Risiko?
2. Wer trägt die Verantwortung?
3. Wie groß ist das Risiko jetzt?
4. Wie groß soll das Risiko sein?
5. Was ist zu tun?

Die entsprechenden fünf Antworten …

individuell:

1. …
2. …
3. …
4. …

5. …

Sonntag, 21. Juli 2013

SI VIS - how to find risks / Risiken finden

SI VIS is an acronym of a management tool for risk management which stands for

S: Stakeholder: Interessierter, Interessierte Partei
I: Issue: Sache, Sachverhalt
V: Value: Wert
I: Interest: Interesse
S: Situation: Lage in Bezug auf günstige und gefährliche Umstände

and provides an easy and fool-prof pathway to identify risks and opportunities. It works nicely hand-in-hand with SWOT, a complementary tool for the search and identification of risks and opportunities of any kind for any organization.

The principle:
Stakeholders look at a certain Issue and thus give it a Value. Their Interest in the Situation is related to risk (dangerous circumstances) and opportunity (favorable circumstances).

The context:
This method will be applied in Clause 5 "Risk Management Process" / 5.3 "Establishing the context" in Standard ISO 31000.

The broadside:
Unfortunately, the standard IEC/ISO 31010 does neither address SWOT nor SI VIS.

The history:
SI VIS did evolve from practical work with the risk management Standards ISO 31000 and 31010.

Semantic note:
SI VIS is Latin and essentially means "If you want".

Legal note:
SI VIS is not registered as intellectual property, utility patent or similar and can be used freely like any other public domain procedure.

Donnerstag, 14. März 2013

Risikomanager / -in Zertifikat Technische Akademie Esslingen / Steinbeis

Die Technische Akademie Esslingen und das Steinbeis-Transferzentrum Risikomanagement bieten eine  Kurs "Risikomanager / in (STW / TAE) an.

Termine: Vier Tage 3. und 4. Mai, sowie 14. und 15. Juni
Ort: Technische Akademie Esslingen
Leitung und Durchführung: Dr. Peter Meier

Die Teilnehmer erwerben in Zertifikat der Technischen Akademie Esslingen und des Steinbeis Transferzentrums Risikomanagement.

Flyer zur Veranstaltung im Downloadbereich: Downloadbereich Steinbeis Risikomanagement

Dienstag, 8. Januar 2013

ISO 31000 - so nehmen, wie sie ist?

Geht nicht. Dafür ist sie nicht gemacht!
Die Norm ISO 31000 muss in ihren Inhalten angepasst werden an die Organisation, deren Risiken gemanagt werden sollen. Jedes der fünf Kapitel der Norm muss so konkret ausgeführt werden, dass sich daraus Entscheidungen und Handlungen des konkreten Risikomanagements ergeben.

ISO 31000 Kapitel 1: 
Die Organisation und deren Risiken, die gemanagt werden sollen, werden festgelegt.

ISO 31000 Kapitel 2: 
Ein Vokabular von Definitionen wird festgelegt. (Die vorgegebenen Definitionen sind nur generische Empfehlungen und nicht für alle Fälle nützlich.)

ISO 31000 Kapitel 3: 
Einige Grundsätze zu Risiko und Risikomanagement werden festgelegt. (Die vorgegebenen Grundsätze sind nur generische Empfehlungen und nicht für alle Fälle nützlich.)

ISO 31000 Kapitel 4: 
Der Rahmen des Risikomanagements ist dynamisch und folgt dem PDCA Zyklus und sollte nach der generischen Empfehlung übernommen werden. Die Struktur der Verantwortung (für Risiken) wird damit festgelegt. Sie sollte integriert werden mit der Verantwortung für Werte und Ziele (integriertes Management).

ISO 31000 Kapitel 5: 
Der Prozess des Risikomanagements wird festgelegt. Die Struktur der Veränderung (von Risiken) wird damit festgelegt. Sie sollte integriert werden mit der Veränderung für Werte und Ziele (integriertes Management).

Was bleibt zu tun?
- Basierend auf den Grundsätzen eine Risikopolitik formulieren.
- Die Ziele des Risikomanagements in der Risikopolitik konkret machen.
- Kriterien für Effektivität und Effizienz aufstellen.
- Den dynamischen Rahmen in den Zyklus eines Geschäftsjahres bringen.
- Die Verantwortung festlegen.
- Eine Expertenfunktion ("Risikomanager") installieren.
- Den Prozess in Betrieb nehmen.

Sonntag, 4. März 2012

Risikomanagementsoftware


Risikomanagementsoftware ist Software, die Risiko managt. Quatsch!
Risikomanagementsoftware ist Software, die Daten, welche Risiko darstellen, managt. Schon besser!
Risikomanagementsoftware ist Software, die einen Risikomanagementprozess abbildet. Na ja!

Risikomanagementsoftware macht, was Software macht: Typische wiederkehrende Aktivitäten, wie Dokumentation, Kommunikation, Transformation. Wir gesagt, nicht von Risiken, sondern von Daten, die Risiken darstellen.

Ist Software, die aus 2-parametrigen Risikoeinträgen eine 2-dimensionale Risikomatrix nach der Norm ISO IEC 31010 erstellt, Risikomanagementsoftware? Ja aber ...

Ist eine Excel-basierte Monte-Carlo Simulation von Marktpreisen von Produkten eine Risikomanagementsoftware? Ist eine Berechnung eines Value@Risk für ein Portfolio von Risiken eine Risikomanagementsoftware? Ja aber ...

Ist eine GRC-Lösung (Govermance, Risk, Compliance) Risikomanagementsoftware? Aber ja ...

Ist Software, welche den Risikomanagemenprozess nach der Norm ISO 31000 in einem PDCA-Zyklus modelliert, Risikomanagementsoftware? Schon ...

Wenn es um RISIKOMANAGEMENTsoftware geht, dann ist wohl die Darstellung des MANAGEMENTprozesses (Prozessmodell) und die Darstellung von RISIKO als Daten (Datenmodell) die Grundlage. Der Managementprozess sollte ein "geregelter Prozess" (z. B. nach PDCA) sein. Mit ergänzenden Modulen für Auswertungen, Berichte, Kommunikation, Terminüberwachung usw.

Welche Software die richtige Software ist?
... Es hängt - wie alles - von den Anforderungen ab.
Darum: keine Empfehlung!