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Dienstag, 25. August 2015

Risikomanagementsoftware: 7. Workflow II

Die wesentliche Anforderung an Risikomanagementsoftware ist die, das Risikomanagement entsprechend den zutreffenden externen Anforderungen der Gesetze und Verordnungen, der Standards und Praktiken, so wie von internen geltenden Anforderungen der Risikopolitik, der Risikogrundsätze, des individuellen Systems und des zugehörigen Risikomanagementprozesses zu betreiben. Betreiben reicht von Unterstützen bis zu Entscheiden und handeln.

Sie ist minimal ein "assistierendes System", welches dem Risikomanager unterstützt. Die Risikomanagementsoftware gibt vor, wann, wer, was, wie zu entscheiden und zu handeln hat und gibt den "Workflow" vor. Die Risikomanagementsoftware folgt einem System (Systemsoftware) und nutzt Verfahren (Verfahrensoftware). In jedem Fall enthält Risikomanagementsoftware Prozesse der Kommunikation und der Dokumentation.

Sie ist maximal ein "autonomes System", welches selbsttätig entscheidet und handelt. Die Risikomanagementsoftware enthält entsprechende Kriterien zur Entscheidung und Handlung. Diese Kriterien können in der Software fest vorgegeben werden durch programmierte Limite und Optionen. Diese Kriterien können von der Software flexibel gelernt werden aus tatsächlichen gemanagten Risiken.

Das Grundproblem sowohl von assistierenden als auch von autonomen Systemen ist die Verortung von Verantwortung.

Diese Gedanken sind nicht begrenzt auf Risikomanagementsoftware, sondern gelten für jede Software, die Sachverhalte managt.







Montag, 15. Juni 2015

Risikomanagementsoftware: 6. Workflow I

Die wahrscheinlich größte Unterstützung von Management erfolgt durch Software, welche den Workflow des Managements entsprechend des Managementprozesses vorgibt, insbesondere Entscheidungen anmahnt und Handlungen begleitet. Diese Logistik von Information und Dokumentation - Informationsmanagement und Dokumentenmanagement - kann grundsätzlich vollständig automatisiert (programmiert!) werden. Der geplante Ablauf (programmiert!) des Betriebs des Managementsystems gibt vor (Information) wer (Rolle) wann (Termin) was (Entscheidung / Handlung) tut und registriert (Dokumentation) die Aktivitäten.

Dabei ist z. Zt. noch gängige Praxis, dass der Mensch in bestimmten Rollen Entscheidungen auf der Grundlage von Information über Sachen und Sachverhalte trifft und Handlungen initiiert, die von Menschen in bestimmten Rollen und von Maschinen ausgeführt werden.

(Die Problematik der Entscheidungen durch Mensch oder Maschine wurde in einem vorangegangenen Beitrag angedeutet.)

Dieser Workflow überlagert alle Aktivitäten in einem Managementsystem. 


Montag, 20. April 2015

Risikomanagementsoftware: 5. System oder Verfahren?

Risikomanagementsoftware teilt sich in zwei Kategorien:

1. Risikomanagementsystemsoftware

begleitet Risiko in einem System, welches sinngemäß immer einen Managementregelkreis mit PLAN Planung Ziele, Strategien, Maßnahmen; DO Umsetzung Maßnahmen; CHECK Beurteilung Ergebnis; ACT Verbesserung Ergebnis umfasst.

Risikomanagementsystemsoftware hat ein Managementsystem zur Grundlage: z. B. den gesamten Standard ISO 31000.

2. Risikomanagementverfahrenssoftware 

verfährt mit einem Risiko in einem Prozessschritt, welcher ein Teil des Managementsregelkreises ist und z. B. ein Suchverfahren, ein Beurteilungsverfahren, ein Messverfahren ist.

Risikomanagementverfahrenssoftware hat ein Verfahren zur Grundlage: z. B. ein Verfahren aus dem Standard IEC ISO 31010.

Risikomanagementverfahrenssoftware ist keine Risikomanagementsystemsoftware!

Dieselbe Situation gibt es beim Management anderer Sachverhalte, wie Qualität, Umwelt, Arbeits- und Gesundheitsschutz u. v. a. mehr.







Donnerstag, 12. März 2015

Risikomanagementsoftware: 4. Standard- und normkonform, zertifizierungs- und testierungssicher

Mit Risikomanagementsoftware ...

  • Konformität zu Normen und Standards
  • Sicherheit der Testierung und Zertifizierung
... erreichen. Das Idealszenario (1) des Softwareeinsatzes.

Mit Risikomanagementsoftware ...
  • Transparenz über Gefahren, Risiken, Schäden
  • Gewissheit über Ungewissheit
... erreichen. Das Idealszenario (2) des Softwareeinsatzes. 

Das Idealidealszenario (1) + (2):
  • Konformität und Sicherheit
  • Transparenz und Gewissheit
... nicht ganz trivial ...

Dienstag, 10. März 2015

Risikomanagementsoftware: 3. Mensch und IT-Technologie

Risikomanagement - Was macht der Mensch?

Sachverhalte beurteilen

Entscheidungen treffen
Ziele setzen
Handlungen einleiten
Ergebnisse beurteilen
Korrekturen umsetzen

Risikomanagement - Was macht die IT-Technologie?


dasselbe! (s. o.)


Risikomanagement - Wo sind die Unterschiede?


Der Mensch bringt Eigenschaften in das Management ein, die ihn von der Maschine unterscheiden:


Subjektivität der Wahrnehmung

Emotionalität der Beurteilung
Individualität der Erfahrung
Ermessen der Entscheidung
Intuition der Planung
Willkür der Handlung

Diese Eigenschaften werden durch Vorgaben aus festgelegten Randbedingungen für Entscheidungen und Handlungen in Form von Grundsätzen, Verfahrensvorgaben, und Arbeitsanweisungen teilweise ausgeschaltet. Die Befolgung dieser definierten Randbedingungen ist Gegenstand von Compliance.


Die Informationstechnologie kann besser und schneller als der Mensch:


Zählen

Vergleichen
Entscheiden

Diese drei Fähigkeiten werden in Algorithmen programmiert. Die Informationstechnologie bewegt sich nur in den Algorithmen und deren Randbedingungen.


Montag, 9. März 2015

Risikomanagementsoftware: 2. Konzept vs. Features

Produkte werden häufig über ihre Features und selten über ihre Konzepte beschrieben.
Features sind offensichtlich; Konzepte sind verborgen.
Konzepte sind strategische und innere Merkmale; Features sind operative und äußere Merkmale.
Das gilt alles auch für Risikomanagementsoftware.

Wenn gilt: Form follows Function, dann gilt: Features follow Concept.

Wir unterscheiden das Technik Konzept (die Software) und das Management Konzept (das Managementsystem), sowie Technik Features und Management Features.

Wir sind am Management interessiert.

Die grundsätzlichen Anforderungen an das Management von Risiken legen das Konzept fest. Charakteristische Merkmale des Konzepts können sein: prozessorientiert, integriert, differenziert, unternehmensweit u. v. a. mehr.
Die aufgesetzten Anforderungen an das Management von Risiken fragen nach Features. Charakteristische Merkmale der Features finden sich in: grafischen Berichten, Cockpitdarstellungen, Monte-Carlo Simulationen u. v. a. mehr.

Risikomanagementsoftware steht oder fällt mit dem Konzept.
Risikomanagementsoftware wird mit den Features geschmückt.

Risikomanagementsoftware soll das Risikomanagementsystem im Betrieb unterstützen. Das geht nur, wenn beiden dasselbe Managementkonzept zugrunde legt. Die Software soll das tun, was sie besser kann als der Manager. Die Software soll das tun, was sie darf.






Samstag, 7. März 2015

Szenario Risikomanagement 2025: Big Data unlimited

Big Data Konzepte sind auf dem Weg von der „Fiction of Science“ zu der „Reality of Life“. Softwareentwickler schauen sich die filmischen Szenarien an und lesen die epischen Szenarien dazu.

Technisch ist alles bereits jetzt, 2015, machbar.
Ethisch-juristisch begründet wird jetzt, 2015, noch nicht alles was machbar ist gemacht.
Es ist ein „Naturgesetz“ dass der Mensch alles macht, was machbar ist.

Geringe Widerstände gegen das Machbare, was noch nicht gemacht wird, kommen von einigen organisierten Betroffenen, die an der Integrität der individuellen Persönlichkeit des einzelnen Menschen festhalten und Grenzen setzen, was dieser Einzelne über sich bei der Arbeit preis gibt. Das Sammeln von Informationen und die Erhebung von Daten finden noch schwachen Widerstand in legislativen Verordnungen zur Wahrung der Integrität der Individualität von Personen.

Risikomanagement beruht auf Informationen, die mögliche und zukünftige Ereignisse mit Schadenswirkung  und Wahrscheinlichkeit prognostizieren.

2015: Small Data
Kennzahlen zur Bemessung von Risiken werden ermittelt und nach Kriterien von Objektivität und Transparenz. Es werden Daten von starken Signalen gesammelt. Es sind Informationen, die explizit berichtet werden. Die Ermittlung geschieht über Schätzen, Zählen, Messen und Simulieren. Die Datenmenge ist sehr klein.

2025: Big Data
Es werden Daten von schwachen Signalen gesammelt. Es sind Informationen, die implizit vorhanden sind. Die Ermittlung geschieht über Messungen. Die Datenmenge ist sehr groß.

Es werden Vitalsignale der Organisation ermittelt: Beispielsweise über ihre Kommunikation. Mit Hilfe der IT an den Schnittstellen von Mensch und Maschine. Der Betriebszustand der Organisation wird gemessen.

Es werden Vitalsignale der Mitarbeiter ermittelt. Beispielsweise über ihr Verhalten bei der Arbeit. Mit Hilfe der IT und Sensoren an einer Smartwatch oder an Smartglasses. Der Betriebszustand der Mitarbeiter wird gemessen.

Aussagen
Big Data enthält viel Information über Zustände und Veränderungen der Organisation und Mitarbeiter.
Quantitative und qualitative Merkmale formeller und informeller Art werden in Strukturen und Dynamiken eingedatet. Daten werden nach Korrelationen und Mustern analysiert, deren Existenz und Ausprägung Hinweise auf mögliche und zukünftige Ereignisse geben kann. 

Ein Big Data Risikomanagement analysiert große Datenmengen verschiedener Arten jenseits von Kennzahlen auf Muster, die Risiko anzeigen.

Der Trend geht weg von der begrenzten Objektivität von möglichst präzisen primären Kennzahlen zu einer erweiterten Transparenz durch statistische sekundäre Kennzahlen.


Freitag, 6. März 2015

Risikomanagementsoftware: 1. Verantwortung

Nun "kann" Software entsprechend der vorprogrammierten Algorithmen Sachverhalte bewerten, Entscheidungen treffen und Handlungen vornehmen. Das Paradigma "if-then-else" verleiht die entsprechenden Fähigkeiten.

Ob die Software das "darf" ist nicht Gegenstand der Technik.

Software tut das gegenwärtig in vielen Fällen (z. B. Hochfrequenzhandel an Aktienmarktplätzen) und wird das zukünftig in noch mehr Fällen tun (z. B. das fahrerlose Auto = "Selbst").

Gehört in Unternehmen auf die Frage "Warum wurde so und nicht anders entschieden?" die Antwort "Das kam aus der Software so raus ...". Auf die nächste Frage "Ist das Ergebnis der Software korrekt?" die Antwort "Ich denke schon ..." provozierte die Frage "Wer hat die Verantwortung für die Entscheidung?" und die Antwort "Die Software? Der Chef?".

Womit alles gesagt war.

Die Software war eine Simulation eines Gesamtrisikos aus mehreren Einzelrisiken basierend auf Monte-Carlo Zufallszahlen. Im Unternehmen ist niemand, der versteht, was dieses Verfahren macht, und niemand, der beurteilen kann, ob das Ergebnis korrekt ist, und niemand, der Kriterien für korrekt setzen kann. Der Softwarehersteller verweist auf Beispiele in dem Handbuch der Software und auf den bestimmungsgemäßen Gebrauch. Der Softwarehersteller übernimmt natürlich keine Verantwortung. Auf die Frage nach Fehlern verweist er auf seine Zertifizierung nach ISO 9001 und darauf, dass seine Produkte verifiziert und validiert seien.

Das ist Risikomanagement von Risikomanagementsoftware!

Donnerstag, 4. Dezember 2014

next seminar in / nächstes Seminar in: Seoul, Korea (17.12.2014)

... as seen on: http://www.sbcseminar.com/

Subjects covered: product risk management, enterprise wide risk management, small & medium sized enterprises, product quality, quality management new ISO 9001:2015, HACCP, FMEA, CE mark, legal compliance, regulatory conformance, certificates, software, etc.

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Sonntag, 4. März 2012

Risikomanagementsoftware


Risikomanagementsoftware ist Software, die Risiko managt. Quatsch!
Risikomanagementsoftware ist Software, die Daten, welche Risiko darstellen, managt. Schon besser!
Risikomanagementsoftware ist Software, die einen Risikomanagementprozess abbildet. Na ja!

Risikomanagementsoftware macht, was Software macht: Typische wiederkehrende Aktivitäten, wie Dokumentation, Kommunikation, Transformation. Wir gesagt, nicht von Risiken, sondern von Daten, die Risiken darstellen.

Ist Software, die aus 2-parametrigen Risikoeinträgen eine 2-dimensionale Risikomatrix nach der Norm ISO IEC 31010 erstellt, Risikomanagementsoftware? Ja aber ...

Ist eine Excel-basierte Monte-Carlo Simulation von Marktpreisen von Produkten eine Risikomanagementsoftware? Ist eine Berechnung eines Value@Risk für ein Portfolio von Risiken eine Risikomanagementsoftware? Ja aber ...

Ist eine GRC-Lösung (Govermance, Risk, Compliance) Risikomanagementsoftware? Aber ja ...

Ist Software, welche den Risikomanagemenprozess nach der Norm ISO 31000 in einem PDCA-Zyklus modelliert, Risikomanagementsoftware? Schon ...

Wenn es um RISIKOMANAGEMENTsoftware geht, dann ist wohl die Darstellung des MANAGEMENTprozesses (Prozessmodell) und die Darstellung von RISIKO als Daten (Datenmodell) die Grundlage. Der Managementprozess sollte ein "geregelter Prozess" (z. B. nach PDCA) sein. Mit ergänzenden Modulen für Auswertungen, Berichte, Kommunikation, Terminüberwachung usw.

Welche Software die richtige Software ist?
... Es hängt - wie alles - von den Anforderungen ab.
Darum: keine Empfehlung!

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Die Filmempfehlung für Risikomanager

Einem geneigten Leser verdanke ich diese Filmempfehlung für Risikomanager / Risikoanalysten:

"... und dann kam Polly" / "... along came Polly" - mit Jennifer Aniston und Ben Stiller (Universal Studios, Universal City, 2004)

Bringt die treffenden Analysen über das extrem gefährliche Leben: Z. B. "Jede siebte Erdnuss an einer Bar weist Spuren von Urin auf."

Eine Empfehlung zur Fort- und Weiterbildung während der besinnlichen Jahreszeit bezüglich des Lebens - ganz ohne Testat und Zertifikat / ganz ohne ISO-Normen nur mit den ungeschriebenen Gesetzen des Lebens. Legendär die Kennzahlen zur Optionsbeurteilung von Polly und Lena mit einer Risikoanalysesoftware.