Ich biete über mein Steinbeis-Transferzentrum Risikomanagement im Jahr 2012 die folgenden Seminare an:
Generische Grundlagen:
- S01 Konzepte Risikomanagement
Unternehmerische Praxis:
- S02 Umsetzungen Risikomanagement
Neue Impulse:
- S03 Qualitätsmanagement
- S04 Projektmanagement
- S05 Innovationsmanagement
- S06 Wissensmanagement
- S07 Krisenkommunikation
- S08 Balanced Score Card
- S09 Norm DIN EN 9100
- S10 Integration
- S11 Norm ISO 31000
Weitere Informationen:
> Link zur den Seminaren: <
Weitere Themen, z. B.:
- Informationssicherheit (Normen IEC ISO 2700X)
- Risiken Medizinprodukte (Normen DIN EN ISO 14971 / DIN EN ISO 13485)
- Risikobeurteilung mit MS Excel (z. B.: Monte Carlo Modellrechnungen)
sind auf Anfrage möglich.
Vor dem Hintergrund beruflicher Interessen und Erfahrungen mit Risikomanagement als Manager, Unternehmer, Autor, Dozent, sowie Gründer und Leiter des Steinbeis-Transferzentrums (STZ) Risikomanagement schreibe ich in diesem Blog meine Meinung.
Dienstag, 10. Januar 2012
Dienstag, 3. Januar 2012
Risiko ist die Wirkung von Unsicherheit auf Ziele ...
... so die Definition nach Abschnitt 2.1 der Internationalen Norm ISO 31000:2009.
Die erste logische Folge dieser Definition ist:
- Es gibt kein Risiko, wenn es kein Ziel gibt.
Die zweite logische Folge dieser Definition ist:
- Ein Ziel ohne Prozess oder Projekt (die zu einem Ziel führen) ist sinnlos.
Samstag, 17. Dezember 2011
Die Buchempfehlung für Qualitätsmanager
Unser Qualitätsverständnis ist mit unverständlichen Normen standardisiert. Qualität ist Quotenkalkül des mathematischen Quotienten aus Erfüllung und Erwartung ausgedrückt durch möglichst hochprozentige Kundenzufriedenheit, die oft nicht mehr und nicht weniger bedeutet als der relative Anteil von Kunden, der nicht reklamiert hat. Es gab einst etwas Anderes vor der Erfindung der Qualität. Man kann es mit Meisterschaft bezeichnen.
In seinem Essay Lob der Meisterschaft hat der Japaner Tanizaki Jun'ichiro das Verständnis des Meisterhaften und Meisterlichen in Worte gefasst. Es geht um Funktion und um Perfektion. Es ist sowohl "form follows function" als auch "function follows form". Der Meister entscheidet, wie weit er Material, Design, Entwicklung, Konstruktion und Produktion als Einheit treibt bis er selbst zufrieden ist. Er setzt den Maßstab der Anforderung und er müht sich um die Erfüllung seines Maßstabs. Er ist der Meister. Solche Meisterstücke gibt es durchaus noch und wieder nicht nur im handwerklichen, sondern auch im industriellen Bereich. Nicht nur in Japan, sondern auch in Deutschland und anderswo. Manche dieser Gegenstände (Es widerstebt mir, sie Produkte zu nennen.) sind minimalistisch im Design und maximalistisch in der Funktion. Sie sind in sich selbst widerspruchsfrei und kommen mit ihrem Nutzer zu einer Einheit. Sie sind nicht mit einer Kennzahl für Qualität zu beurteilen. Sie entziehen sich erst recht einer kostenbezogenen Qualitätsmessung oder -bewertung. Sie haben keine Marktpräsenzdauer und keinen Modellzyklus, die kürzer als die gesetzliche Gewährleistungsfrist für Produkte sind. Nicht die "cost of ownership" ist ihr Kriterium, sondern der "benefit of use". Es gibt solche Gegenstände. Es gibt eine solche Selbstverwirklichung eines Meisters. Und es gibt geneigte Menschen, die solche Gegenstände und ihre Meister schätzen.
Und es gibt diesen lesenswerten Essay in deutscher Übersetzung vom Manesse Verlag. Garantiert frei von der Normensyntax und Normensemantik der DIN EN ISO 9001.
In seinem Essay Lob der Meisterschaft hat der Japaner Tanizaki Jun'ichiro das Verständnis des Meisterhaften und Meisterlichen in Worte gefasst. Es geht um Funktion und um Perfektion. Es ist sowohl "form follows function" als auch "function follows form". Der Meister entscheidet, wie weit er Material, Design, Entwicklung, Konstruktion und Produktion als Einheit treibt bis er selbst zufrieden ist. Er setzt den Maßstab der Anforderung und er müht sich um die Erfüllung seines Maßstabs. Er ist der Meister. Solche Meisterstücke gibt es durchaus noch und wieder nicht nur im handwerklichen, sondern auch im industriellen Bereich. Nicht nur in Japan, sondern auch in Deutschland und anderswo. Manche dieser Gegenstände (Es widerstebt mir, sie Produkte zu nennen.) sind minimalistisch im Design und maximalistisch in der Funktion. Sie sind in sich selbst widerspruchsfrei und kommen mit ihrem Nutzer zu einer Einheit. Sie sind nicht mit einer Kennzahl für Qualität zu beurteilen. Sie entziehen sich erst recht einer kostenbezogenen Qualitätsmessung oder -bewertung. Sie haben keine Marktpräsenzdauer und keinen Modellzyklus, die kürzer als die gesetzliche Gewährleistungsfrist für Produkte sind. Nicht die "cost of ownership" ist ihr Kriterium, sondern der "benefit of use". Es gibt solche Gegenstände. Es gibt eine solche Selbstverwirklichung eines Meisters. Und es gibt geneigte Menschen, die solche Gegenstände und ihre Meister schätzen.
Und es gibt diesen lesenswerten Essay in deutscher Übersetzung vom Manesse Verlag. Garantiert frei von der Normensyntax und Normensemantik der DIN EN ISO 9001.
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Die Filmempfehlung für Risikomanager
Einem geneigten Leser verdanke ich diese Filmempfehlung für Risikomanager / Risikoanalysten:
"... und dann kam Polly" / "... along came Polly" - mit Jennifer Aniston und Ben Stiller (Universal Studios, Universal City, 2004)
Bringt die treffenden Analysen über das extrem gefährliche Leben: Z. B. "Jede siebte Erdnuss an einer Bar weist Spuren von Urin auf."
Eine Empfehlung zur Fort- und Weiterbildung während der besinnlichen Jahreszeit bezüglich des Lebens - ganz ohne Testat und Zertifikat / ganz ohne ISO-Normen nur mit den ungeschriebenen Gesetzen des Lebens. Legendär die Kennzahlen zur Optionsbeurteilung von Polly und Lena mit einer Risikoanalysesoftware.
"... und dann kam Polly" / "... along came Polly" - mit Jennifer Aniston und Ben Stiller (Universal Studios, Universal City, 2004)
Bringt die treffenden Analysen über das extrem gefährliche Leben: Z. B. "Jede siebte Erdnuss an einer Bar weist Spuren von Urin auf."
Eine Empfehlung zur Fort- und Weiterbildung während der besinnlichen Jahreszeit bezüglich des Lebens - ganz ohne Testat und Zertifikat / ganz ohne ISO-Normen nur mit den ungeschriebenen Gesetzen des Lebens. Legendär die Kennzahlen zur Optionsbeurteilung von Polly und Lena mit einer Risikoanalysesoftware.
Montag, 21. November 2011
Risiko: Rohstoffverfügbarkeit
In den letzten Monaten rückten sie wiederholt in das Medieninteresse: Rohstoffe und ihre Verfügbarkeit. Aus der Sicht der Industrie und Wirtschaft geht es um
Es sind nicht nur "Die Grenzen des Wachstums" (Meadows, 1972), deren wichtigste Aussage war, dass Ressourcen endlich sind. Die Endlichkeit der Ressourcen ist kein Risiko, sondern ein Fakt. Mit der Endlichkeit der Ressourcen werden Politik und Kriege gemacht. Neben den politischen Risiken eines Global Sourcing von Rohstoffen kommen vermehrt auch Risiken aus Preisbildungen an Rohstoffbörsen, die offensichtlich nicht mit realer Ware, sondern mit virtueller Ware handeln. Vermehrt wird Handel mit Optionen auf Ware von Marktteilnehmern getrieben, die weder Erzeuger, noch Verbraucher geschweige denn klassischer Händler sind.
Das Steinbeis-Transferzentrum CER - Chemical Economics Research - von Prof. Dr.-Ing. Rolf Jakobi nimmt sich speziell dieser Thematik an. Es ist zu finden unter: http://www.cer-stw.com/.
- Mengen
- Preise
- Termine
Es sind nicht nur "Die Grenzen des Wachstums" (Meadows, 1972), deren wichtigste Aussage war, dass Ressourcen endlich sind. Die Endlichkeit der Ressourcen ist kein Risiko, sondern ein Fakt. Mit der Endlichkeit der Ressourcen werden Politik und Kriege gemacht. Neben den politischen Risiken eines Global Sourcing von Rohstoffen kommen vermehrt auch Risiken aus Preisbildungen an Rohstoffbörsen, die offensichtlich nicht mit realer Ware, sondern mit virtueller Ware handeln. Vermehrt wird Handel mit Optionen auf Ware von Marktteilnehmern getrieben, die weder Erzeuger, noch Verbraucher geschweige denn klassischer Händler sind.
Das Steinbeis-Transferzentrum CER - Chemical Economics Research - von Prof. Dr.-Ing. Rolf Jakobi nimmt sich speziell dieser Thematik an. Es ist zu finden unter: http://www.cer-stw.com/.
Sonntag, 13. November 2011
Risikomanagement: Für wen oder was und wozu warum ???
Die Antwort ist ganz einfach:
Übrigens: Ein Sachverhalt wird erst durch einen oder mehrere Interessierte zu einem Wert für den oder die Interessierten.
Und: Ein Ziel ist nichts anderes als ein virtueller Fixpunkt in der Zukunft.
- Risikomanagement wird für zukünftige Werte des Unternehmens gemacht, die als Ziele geplant sind, und deren Erreichen durch ungewisse und zukünftige Ereignisse unsicher ist.
- Risikomanagement wird für die Interessierten an diesen Werten gemacht.
- Risikomanagement schafft Gewissheit über Ungewissheit.
Übrigens: Ein Sachverhalt wird erst durch einen oder mehrere Interessierte zu einem Wert für den oder die Interessierten.
Und: Ein Ziel ist nichts anderes als ein virtueller Fixpunkt in der Zukunft.
Donnerstag, 20. Oktober 2011
ρ: Wahrscheinlichkeit und φ: Häufigkeit
Zusammenhang von Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit am Beispiel des Würfelspiels
Beim Würfelspiel liegt eine Gleichverteilung der 6 Ereignisse "1", "2", "3", "4", "5", "6" vor. Das klassische Spiel mit dem Würfel, um das Ereignis "6" (eine "6" zu würfeln) zeigt, wie Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit zusammenhängen:
Die mittlere statistische Wahrscheinlichkeit ρ des Ereignisses "6" ist:
ρ = 1/6 ~ 0,1667 = 16,67 %.
Die Wahrscheinlichkeit ρ bedeutet, dass der nächste Wurf mit der Wahrscheinlichkeit 1/6 zum Ereignis "6" führt. Die Wahrscheinlichkeit ρ ist eine systeminvariante und spielinvariante Größe des Würfels. Das Ergebnis gilt für jeden (idealen und nicht manupulierten) Würfel und für jedes Spiel.
Es ist damit nichts darüber ausgesagt, wie oft das Ereignis "6" in einer Minute oder in einer Stunde oder an einem Tag vorkommt. Es hat nichts damit zu tun, ob schnell (viele Ereignisse pro Zeiteinheit) oder langsam gespielt wird (wenige Ereignisse pro Zeiteinheit).
Die mittlere zeitliche Häufigkeit φ kann mit einer zusätzlichen Information berechnet werden. Die Zusatzinformation ist zum Beispiel, dass in 60 Minuten = 1 Stunde 120 Ereignisse (Es wird 120 mal gewürfelt.) stattfinden. Die mittlere zeitliche Häufigkeit φ des Ereignisses "6" ist in diesem Beispiel:
φ = 120 * ρ = 20.
Die Häufigkeit φ bedeutet, dass das Ereignis "6" mit der Häufigkeit 20 Mal pro 60 Minuten = 20 Mal in der Stunde eintritt. Die Häufigkeit φ ist eine spielvariante Größe.
Das Ergebnis ist nur gültig für eine bestimmte Anzahl von Ereignissen pro Zeiteinheit und damit von der Geschwindigkeit des Spiels abhängig.
Diese Betrachtungen gelten nur für eine "große Anzahl" von Ereignissen entsprechend des statistischen Gesetzes der großen Zahlen.
Wahrscheinlichkeit ρ und Häufigkeit φ sind Kennzahlen des Spiels.
Beim Würfelspiel liegt eine Gleichverteilung der 6 Ereignisse "1", "2", "3", "4", "5", "6" vor. Das klassische Spiel mit dem Würfel, um das Ereignis "6" (eine "6" zu würfeln) zeigt, wie Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit zusammenhängen:
Die mittlere statistische Wahrscheinlichkeit ρ des Ereignisses "6" ist:
ρ = 1/6 ~ 0,1667 = 16,67 %.
Die Wahrscheinlichkeit ρ bedeutet, dass der nächste Wurf mit der Wahrscheinlichkeit 1/6 zum Ereignis "6" führt. Die Wahrscheinlichkeit ρ ist eine systeminvariante und spielinvariante Größe des Würfels. Das Ergebnis gilt für jeden (idealen und nicht manupulierten) Würfel und für jedes Spiel.
Es ist damit nichts darüber ausgesagt, wie oft das Ereignis "6" in einer Minute oder in einer Stunde oder an einem Tag vorkommt. Es hat nichts damit zu tun, ob schnell (viele Ereignisse pro Zeiteinheit) oder langsam gespielt wird (wenige Ereignisse pro Zeiteinheit).
Die mittlere zeitliche Häufigkeit φ kann mit einer zusätzlichen Information berechnet werden. Die Zusatzinformation ist zum Beispiel, dass in 60 Minuten = 1 Stunde 120 Ereignisse (Es wird 120 mal gewürfelt.) stattfinden. Die mittlere zeitliche Häufigkeit φ des Ereignisses "6" ist in diesem Beispiel:
φ = 120 * ρ = 20.
Die Häufigkeit φ bedeutet, dass das Ereignis "6" mit der Häufigkeit 20 Mal pro 60 Minuten = 20 Mal in der Stunde eintritt. Die Häufigkeit φ ist eine spielvariante Größe.
Das Ergebnis ist nur gültig für eine bestimmte Anzahl von Ereignissen pro Zeiteinheit und damit von der Geschwindigkeit des Spiels abhängig.
Diese Betrachtungen gelten nur für eine "große Anzahl" von Ereignissen entsprechend des statistischen Gesetzes der großen Zahlen.
Wahrscheinlichkeit ρ und Häufigkeit φ sind Kennzahlen des Spiels.
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