Freitag, 24. Februar 2023

Erneuerbare Energien - schwache Definition im EEG - relevant

Dies ist ein kurzer Artikel zum Thema Kommunika-tionsrisiken infolge unklarer oder fehlender Definitionen von Begriffen


Zum Thema "schwache" Definition und "starke" Kommunikation des Begriffs "Erneuerbare Energien".


Eine für das "Management von Energie" sehr relevante, da "gesetzlich vorgegebene" Definition steht im Erneuerbaren Energiegesetz:


Zitat Anfang >  


"Erneuerbare-Energien-Gesetz vom 21. Juli 2014 (BGBl. I S. 1066), das zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes vom 4. Januar 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 6) geändert worden ist"

 

§ 1 Ziel des Gesetzes 

(1) Ziel dieses Gesetzes ist insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes die Transformation zu einer nachhaltigen und treibhausgasneutralen Stromversorgung, die vollständig auf erneuerbaren Energien beruht.

§ 3 Begriffsbestimmungen

21. „erneuerbare Energien“ 

a)   Wasserkraft einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie, 

b)   Windenergie, 

c)   solare Strahlungsenergie, 

d)   Geothermie, - 

e)   Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Biomethan, Deponiegas und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie,

 

> Ende Zitat

Mit dieser "schwachen Definition", die im Wesentlichen aus einer unvollständigen Aufzählung von Energieformen und Energieträgern besteht, werden nicht alle Kommunikationsrisiken zu diesen Begriffen ausgeräumt. Die Aufzählung nutzt keine eindeutige MINT-Terminologie. 

Zu beachten ist, daß die Definition von Biomasse sich auf gasförmige Stoffe bezieht und auf "biologisch abbaubare Anteile" von Haushalts- und Industrieabfällen.

Nachwachsende Biomasse, die aus der pflanzlichen Photosynthese entsteht, wie z. B. Holzpflanzen, Ölpflanzen, Zuckerpflanzen usw., sind hier nicht aufgeführt. Dazu gibt es immer wieder Diskussionen unter dem Stichwort "Biofuels", die unmittelbar oder bio-chemisch verändert als "KRAFT-STOFFE, BRENN-STOFFE, TREIB-STOFFE" genutzt werden könne.

Vielleicht hätten die Schreiberlinge dieses Gesetzes mal einen klassischen Deutschen Diplom-Ingenieur fragen sollen ... Es tut weh, so etwas lesen zu müssen !


  



Montag, 20. Februar 2023

Integriertes Management: Wissens- und Wertemanagement



Wissensmanagement mit dem Wertemanagement integriern:

Formal ganz einfach:

Die zwei zyklischen Prozesse über den Fluß des Wissens verknüpfen.

Der Wissenskreislauf beschreibt das Lernen.

Mehr Wissen, mehr Werte.

Risiko: ISO 50001:2018 zu Energiemanagementsysteme - unklare Begriffe

Dies ist ein kurzer Artikel zum Thema Kommunikationsrisiken infolge unklarer oder fehlender Definitionen.


Die Internationale Norm (hier Zitat des Titels)

legt in ihrem Kapitel 3. Begriffe (hier Zitat eines Begriffs) 


eine etwas unglückliche Definition und Beschreibung des Begriffs Energie fest. Diese folgt leider nicht den physikalischen Formen von Energie nach dem MINT üblichen Gebrauch

  • Nukleare Energie: KERN-KRAFT
  • Elektromagnetische Energie: EM-STRAHLUNG
  • Thermische Energie: WÄRME-STRAHLUNG
  • Photonische Energie: LICHT-STRAHLUNG
  • Chemische Energie: KRAFT-STOFF, BRENN-STOFF, TREIB-STOFF
  • Mechanische Energie: KRAFT
  • Elektrische Energie: STROM, ELEKTRIZITÄT
sondern mischt zum Beispiel die Energieform thermische Energie (Wärme) mit Medien (Dampf, Druckluft) für diese Energieform. Offenbar war bei der Ausarbeitung dieser Norm kein klassischer deutscher Diplom-Ingenieur beteiligt. Vielleicht hätte man jemanden fragen sollen ...  Es tut weh, so etwas lesen zu müssen !

Organisationen, die ihr Energiemanagement nach der Norm ISO 50001 ausrichten, müssen eine gegenüber der Norm korrekte Definition und Beschreibung führen.

Da die Norm keinen Bezug zu "Erneuerbaren Energien" hat (... die Norm muss auch keinen solchen Bezug haben ...), müssen Organisationen diese Begrifflichkeit selbst präzise definieren und erklären. 


Risiko: Un-Verständnis von Wissenschaft; Grundsatz 1 Evidenz und Modell



Grundsatz 1: Evidenz und Modell

Wissenschaft nutzt ein Konzept des "wissenschaftlichen Arbeitens", welches auf einer diskursiven und kritischen Anpassung eines theoretischen Modells an eine experimentelle Evidenz beruht.

Die im Bild zitierte Arbeit erwähnt im Titel bereits das streng methodosche Vorgehen.

Idealerweise gehörte in einem post-graduate Studium nach dem Abschluss als Bachelor eine solche wissenschaftliche Veröffentlichung (früher, wo alles besser war") zum Abschluss mit einem University Master oder einem College Diploma in England.

 

 

Sonntag, 19. Februar 2023

Risiko: "schwache" Definition und "starke" Kommunikation - Erneuerbare Energien

 Dies ist ein kurzer Artikel zum Thema Kommunikationsrisiken infolge unklarer oder fehlender Definitionen.


"Erneuerbare Energie" ist ein stark kommunizierter und ein schwach definierter Begriff gleichermassen. "Erneuerbare Energie" ist kein MINT Begriff.

Die Abbildung zeigt, in welcher Folge die Sonne die Erde mit Energie beliefert.

  • Die Kernfusion im Plasma der Sonne transformiert KERNKRAFT (nukleare Energie) in STRAHLUNG (elektromagnetische Energie). 
  • Von der STRAHLUNG kommen LICHTSTRAHLUNG (photonische Energie) und WÄRMESTRAHLUNG (thermischeEnergie) durch die Atmosphäre der Erde in deren Biosphäre.
  • Der natürliche (nature-made) Prozess der Photosynthese in der Pflanze transformiert LICHTSTRAHLUNG in BRENNSTOFF (chemische Energie); das ist vielfältige Biomasse.
  • Der technische (man-made) Prozess mit einer Photozelle transformiert LICHTSTRAHLUNG in STROM (elektrische Energie).
  • Der natürliche Prozess (nature-made) Prozess in einem Erhitzer transformiert WÄRMESTRAHLUNG in Wärme auf den Träger Luft  zu WARMLUFT - und damit zu WINDKRAFT (mechanische Energie).
  • Der natürliche Prozess (nature-made) Prozess in einem Verdampfer transformiert WÄRMESTRAHLUNG in Wärme auf den Träger Wasser  zu WASSERDAMPF - und damit zu WASSERKRAFT (mechanische Energie).
  • Der natürliche Prozess (nature-made) Prozess in einem Kollektor transformiert WÄRMESTRAHLUNG in Wärme auf den Träger Wasser  zu WARMWASSER - und damit zu WÄRME (thermische Energie) auf dem Trägermedium Wasser.
Alle diese Formen von Energie haben als gemeinsame "Urquelle" die elektromagnetische Strahlung der Sonne.

Die zwei Formen elektromagnetischer Energie, die es von der Sonne zur Erde schaffen, sind LICHT und WÄRME. Die Bezeichnung "solare Energie" wäre hier korrekt und angemessen.

Alle diese Formen von Energie werden von der Sonne in der Form LICHT und WÄRME auf die Erde nachgeliefert und sind im Sinne von "Nachlieferung" mit dem Begriff "Erneuern" kompatibel.


Um die "Nachlieferung" weiterer Formen von Energie zu vervollständigen hier noch das Schema für Energieformen, die nicht von der Sonne kommen:



Die Abbildung zeigt, in welcher Folge der Mond die Erde mit Energie beliefert und wo die Erde sich selbst mit Energie beliefert.

  • Die Gravitation der Massen von Erde und Mond lieifert mechanische Energie in Form von mechanischer Energie an die Erde.
  • Die Erdwärme liefert thermische Energie an die Oberfläche / Biosphäre der Erde.




Dienstag, 7. Februar 2023

Energieresilienz und -sicherheit in der ISO 50001:2015 bei Energiewende und Energiekrise

 

ISO 50001:2018 Defizit bei Begriffen und Anforderungen

 

Im Zusammenhang mit der „Energiewende“ – der Änderung des Energiemix der Energieformen und in Zusammenhang mit der „Energiekrise“ – der Risikolage der Energieverfügbarkeit und Energieversorgung implementieren viele Organisationen in ihrem Energiemanagement eine entsprechendes Risikomanagement. 

 

Die aktuelle Version der Norm ISO 50001:2018 hat dazu leider Defizite, da sie diese Thematik ignoriert. Das ist kein Problem, da Anforderungen von ISO-Managementsystemen immer Mindestanforderungen sind; es kann immer „mehr“ gemacht werden. 

 

So sollten zwei Begriffe in das Vokabular der ISO-Norm aufgenommen werden und im Energiemanagement als wesentliche Entscheidungs- und Handlungsbereiche aktiviert werden:

 

Energieresilienz

 

„Energieresilienz ist die Fähigkeit, erwartete und unerwartete Abweichungen von der Energie- und Leistungsplanung zu vermeiden, sich darauf vorzubereiten, (die Folgen) zu minimieren, sich anzupassen und sich von ihnen zu erholen, um die Energieverfügbarkeit und -zuverlässigkeit zu gewährleisten, die ausreicht, um den Bedarf zu erfüllen.“ 

 

Zusammen sorgen Energieresilienz und Energiesicherheit für eine gesicherte Energieversorgung

 

Energiesicherheit

 

„Energiesicherheit ist gesicherter Zugang zu zuverlässigen Energielieferungen und die Fähigkeit, genügend Energie zu bereit zu stellen und zu liefern, um die Anforderungen zu erfüllen“. 

 

Zusammen sorgen Energieresilienz und Energiesicherheit für eine gesicherte Energieversorgung